Stand: 28.08.2025

Selektiver Empfänger 78



Der selektive Empfänger 78 wurde 1955 als Agentenfunkgerät hergestellt.
Es kam auch beim Bundesgrenzschutz zum Einsatz. Hier wurde es primär genutzt, um die Kollegen des BGS beim Funkpeilen auszubilden.

Hier ein Bild eines zivilen BGS-Fahrzeuges bei einem solchen Schulungseinsatz.

Das Gerät umfasste drei separate Einheiten, die in einen Montagerahmen eingebaut wurden: Empfänger (links), Sender (Mitte) und Netzteil (rechts).

Das Gerät war für den Frequenzbereich von 3 bis 8 MHz ausgelegt und soll eine Sendeleistung von max. 18 W bei CW und 12 W in AM gehabt haben.

Aufgrund des speziellen Einsatzbereiches sind Informationen zu dem Gerät praktisch nicht auffindbar.

Nach Unterlagen des BMI hat den selektiven Empfänger 78 die Firma C. Plath GmbH in Hamburg gebaut. Zulieferer für Baugruppen war eine Firma Werner Kluge OHG.

Nach einer Quelle im Internet soll das Gerät von der Telefunken Fernseh und Rundfunk GmbH, Hannover (Unterhaltungselektronik) mit der Typenbezeichnung SEM-78 produziert worden sein. Diese Typenbezeichnung ist jedoch an keiner Stelle auf dem Gerät angebracht. Eine solche Typenbezeichnung wäre typisch für SEL. SEL ist aber erst 1958 durch die Fusion von C.Lorenz mit Standard Elektrik entstanden.
Daher bezweifle ich sowohl die Typenbezeichnung SEM-78 wie auch den Hersteller Telefunken.

Hier das Dokument mit weiteren Informationen zu dem Gerät (fremdsprachisch).