Bosch brachte 1959 das KF-T auf den Markt. Das Gerät für die Betriebsart F3 gab es als 4-m und 2-m-Band Version. Die 2-m-Verion erhielt die FTZ-Zulassungsnummern D-187/59 und die 4-m-Version die Zulassungsnummer D-302/60. Die Geräte waren für das 50 kHz-Kanalraster ausgelegt. Eine Ausführung für 20 kHz-Kanalabstand war vorgesehen. Das Gerät ist lediglich teiltransistorisiert und daher noch mit einer ganzen Reihe von Röhren bestückt.
Die 4-m-Version war für den Frequenzbereich von 68 bis 87,5 MHz, die 2-m-Version war für den
Frequenzbereich von 146 bis 174 MHz mit Sendeleistungen
von 2, 6 oder 12 Watt konzipiert.
Die Geräte gab es in unterschiedlichen Ausführung von einem bis fünf maximal möglichen Kanälen.
Die Bandbreite betrug bei der 4-m-Band Ausführung 300 kHz, bei der 2-m-Band Ausführung 600 kHz.
Das Bedienteil hat die Größe eines Autoradios und wurde anscheinend für den Radioschacht konzipiert. Bei dem mir vorliegenden Bedienteil handelt es sich um ein 2-Kanal Gerät.
Diese Geräte könnten eventuell auch im Bereich der BOS Verwendung gefunden haben. Hierüber habe ich allerdings keinerlei Erkenntnisse.




1963 wurde das KF-T (zumindestens die 2-m-Version) für das 20-kHz-Raster modifiziert. Die neue Version erhielt die FTZ-Zulassungsnummer E-448/63. Sie verfügte über einen erweiterten Frequenzbereich von 146 bis 174 MHz bei weiterhin 600 kHz Bandbreite. In den Service-Unterlagen finden sich neben den Schaltplänen für ein 1-Kanal Bedienteil auch Unterlagen zu einem 10-Kanal-Bedienteil, jedoch wird kein 2-Kanal-Bedienteil beschrieben. Ich vermute daher, das die dargestellte 10-Kanal-Version lediglich für 2-Kanäle genutzt wurde.
Das Gerät (zumindestens die 2-m-Version) gab es nur noch als 2-Kanal-Ausführung mit 1 W oder 6 W Sendeleistung. Inwieweit es auch davon eine 4-m-Version gab, ist aus den mir vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich.


Ich Danke dem OM DF3IQ für die freundliche Überlassung eines kompletten und noch funktionsfähigen Gerätes und diverser Unterlagen.

Hier das Infoblatt zu dem Gerät



Interessant sind auch die Preise, für die die Geräte ca. 1960 angeboten wurden.

Zur Erinnerung = der Durchschnittsverdienst in der BRD lag 1960 bei etwa 600,-- DM im Monat.
Hier die umfangreiche Originalbeschreibung - ich Danke df3iq, der die Unterlagen bereit gestellt hat.
Aufgrund der Größe der Dateien ist mit einer längeren Ladezeit zu rechnen!
Hier eine Angebotsseite einer Fachfirma aus dem Jahre 1964:

Hier die schematische Darstellung einer Anlage:
