Stand: 18.05.2025

6 m Band



Das 6-m-Band mit Frequenzen um die 50 MHz gehört nicht zu den Frequenzbereichen, die den BOS zugewiesen sind.

In den Jahren 1985 und 1986 wurden jedoch durch das BMI SEL SEM 52 S Handfunkgeräte zur Erprobung beschafft.

Dies sind eigentlich Bundeswehrgeräte mit der Bundeswehr-Versorgungsnummer 5820-12-193-3337.
Diese Geräte hatten keinen Akkupack wie beim Militär, sondern eine Aufnahme für die handelsüblichen AA-Batterien. Ebenfalls gab es Rüstsätze für KFZ.

Die Betriebsart war Frequenzmodulation. Es konnte allerdings auch eine Datenübertragung vorgenommen werden.
Sie verfügten über 480 mögliche Kanäle im Frequenzbereich von 46,0 bis 57,975 MHz, davon 6 Kanäle am Gerät schaltbar. Die Frequenzen für die 6 Kanäle konnte im Gerät mittels eines Einstellstiftes eingestellt / geändert werden.
Der Kanalabstand betrug 25 kHz, die Frequenzaufbereitung erfolgte mittels Synthesizer, die Sendeleistung betrug 1 W.

Geplant war die Beschaffung von 232 Geräten. Es wurde jedoch nur etwa die Hälte, also rund 116 Geräte beschafft.

Die Geräte kamen beim Bundesgrenzschutz wohl in den Abteilungen Bodenteich, Waggum, Neutramm und Eschwege zum Einsatz.

Es gab die Anweisung, die Geräte auf Kanal 1 auf 50,50 MHz einzustellen. Dies erfolgte mittels eines Einstellstiftes, der zum Gerät gehörte.

Zur Wartung der Geräte erhielten die Zentralwerkstätten auch die entsprechende TDV.

Leider liegen mir keine Erkenntnisse über die Hintergründe oder auch die Ergebnisse der Erprobung und über die Einsatzdauer der Geräte vor.